Das war mein Eindruck, als ich ihm in Békéscsaba erstmals begegnete. Entschlossener Händedruck, aufrichtiger, klarer Blick. Aufrechte Haltung. Geschäftsmann, Sportsmann. Liebe zur Natur.
Also, Matyi kenne ich aus Békéscsaba.
Wenn wir in der Umgebung von Viharsarok (Wetterwinkel) bleiben: die Entfernung Szarvas-Békéscsaba ist knapp fünfzig. Das heißt in Kilometer. Das heißt eine gute Marathonstrecke. Es gibt Leute, die in ganzem Leben nicht so viel in einem Zug laufen, andere machen Sekt auf, wenn ihnen die Hälfte davon gelingt. Für ihn etwa ein lockeres Aufwärmtraining.
Denn er lief schon auch mehr als 2.500 km, ohne Ruhetag. Und nicht nur einmal! Schon allein deshalb bin ich stolz darauf, ihn persönlich zu kennen. Matyi ist aber nicht darin wirklich genial, sondern auch darin, wie er die Erfahrungen von all dem zusammenfasst, systematisiert und danach anderen übergibt. Im Geschäftsleben und Sport gleichermaßen. Man kann und muss nämlich aus der auf dem Wellenkamm gespürten Euphorie und aus den in den Tiefen erlebten Unannehmlichkeiten lernen – aber es schadet nicht zu wissen, dass auf das Blecken mit zusammengebissenen Zähnen das Lächeln der wahren, reinen Freude folgt. Und wenn wir dies nicht nur wissen, sondern auch glauben, ist schon halber Erfolg! Dazu ist jemand notwendig, der für uns ein authentischer Mensch ist.
Es kommt nämlich vor, dass wir das Ziel aus den Augen verlieren, uns verunsichern oder das Unwesentliche für Wesentliches sehen. In diesem Fall muss jemand da sein, der eine helfende Hand (in besserem Fall Zielorientiertheit, Geschäftsethik, Bergsteigerstiefel oder gerade Laufschuhe) reicht.
Jemand, der … ganz integer ist.
Wie Matyi Szarvas.

Zoltán Szujó
Sportreporter, Fachkommentator des Formel I Rennens
Chefredakteur des Sportkanals des MTVA